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Am 28.Februar 1903
stiftete Herzog Georg von Sachsen-Meiningen eine
Lebensrettungsmedaille zur Anerkennung der mit Mut und
Entschlossenheit, sowie mit eigener Lebensgefahr erfolgten
Rettung eines Verunglückten aus Lebensgefahr. Nach F.
Beyreiß,
"Rettungsmedaillen Deutscher Staaten 1782-1918",
2006, Seite 169 werden zwischen 1903 und 1918 nur 66
Verleihungen benannt. Die erste Verleihung erfolgte am 28.
Juli 1903, die letzte am 28.September 1918.
Die Medaille ist
aus geprägten Silber und wurde an einem weißen Band mit
grünen Randstreifen getragen. Der Stempel der zur Herstellung
dieser seltenen Medaille diente wurde von dem Stempelschneider
Alois Börsch am Münchner Hauptmünzamt geschnitten.
Nach Angaben von F.
Beyreiß wurden 71 Exemplare geprägt und wie folgt
ausgeliefert:
| im Jahre |
Stück |
| 1903 |
20 |
| 1906 |
20 |
| 1912 |
20 |
| 1916 |
5 |
| 1917 |
6 |
An der
nachfolgenden großen Ordenspange befindet sich eine solche
Medaille für Lebensrettung an fünfter Position:

Leider konnte der Täger dieser Spange
noch nicht ermittelt werden, ist sie jedoch ein echtes
Zeugniss für eine lange Kariere über drei
unterschiedliche Regime. Aufgrund der hohen Anzahl
Meininger Medaillen sollte anzunehmen sein, das es sich
hier um einen Meiniger Landsmann handelt.
| Aus dem
Vorhandensein der Militärdienstauszeichnung für
Unteroffiziere und Mannschaften in der 1.Klasse für 15
Dienstjahre sowie der Polizeidienstauszeichnung aus dem
III.Reich geht hervor, dass es sich hier um eine
Gendarmarie/Polizeikariere handelt. Er war wohl ein
Mitglied des Gendarmariekorps der drei ernestinischen
Herzogtümer.

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